|
Feldkirchen - Geschichte einer Kirche |
|||||
|
In der Zeit der Einwanderung der Bajuwaren gehörte das ganze Gebiet dem herzoglichen Geschlecht der Fagana. Im Jahre 769 übergab von ihnen einer, Wurmhart, ein Drittel seines Besitzes in dieser Gegend der Kirche zu Rott. Da es aber in der Urkunde heißt: “An die Kirche der Hl. Jungfrau Maria, welche gelegen ist am Ufer des Flüßchens, das Rota genannt wird”, ergibt sich ohne Zweifel, daß es sich hierbei nur um die Kirche in Feldkirchen handeln kann. Als Erbauer ist Cathari, ein Fagana und als Bischof, der diese Kirche weihte, Arber, Bischof zu Freising (764 - 769), genannt. Weitere Belege für die Kirche und die Siedlung ergeben sich aus Urkunden aus den Jahren 771 und 773. Wir haben also einen Ort vor uns, der schon älter als 1200 Jahre ist. Die Kirche war anfänglich nur so groß, wie das Presbyterium ist. In diesem ältesten Teil finden wir noch romanische Säulen, Kapitäle und Rundbogen. Das Zentralthema der Ausstattung dieser Kirche ist das Bildnis Mariens, thronend mit dem Kinde, dargestellt in der Mitte des Hochaltars. Zu diesem Gnadenbild, das zwischen 1400 und 1450 aus Lindenholz geschnitzt und gefaßt wurde, erfolgen jahrhundertelang Wallfahrten aus der ganzen Gegend, besonders aus Wasserburg, wie Votivtafeln belegen. Schon vor 1346 war Feldkirchen die Votivkirche einer Schiffsbruderschaft namens “Maria von Herzen”. Besonders hochwertige Ausstattungsstücke sind noch ein Bild über dem Sakristeieingang, “Maria im Ährenkleid” und das Terrakottarelief über dem Kircheneingang, das Maria Verkündung und ihre Himmelfahrt zeig In den alten Belegen werden folgende Ortschaften als zur Filialkirche Feldkirchen gehörend benannt: Feldkirchen, Unterwöhrn, Oberwöhrn, Mauth, Gigling, Geharting, Ranft, Hart, Stöbersberg, Frauenöd, Ritzmehring, Dobl, Au a. Murn. Anton Eder |
|||||