Eine traurige Bilanz

1939 zu Beginn des Krieges zählte Rott 1680 Einwohner. Rund 400 sind während des letzten Krieges eingerückt, das sind 24 % der Einwohner.
Mit anderen Worten gesagt, jeder 4. Bewohner von Rott stand irgendwie im Kriegsgeschehen.
85 Angehörige unserer Gemeinde sind gefallen, das sind 21 % derer, die in den Krieg zogen. Jeder 5. Soldat kam also nicht mehr nach Hause. 48 Gräber unserer Angehörigen sind in Rußland, 6 in Frankreich, 1 in Polen und die übrigen auf den anderen Kriegsschauplätzen der Welt.

Auf der Gedenktafel zählen wir 49 Vermißte. Davon sind allein schon 33 in Rußland vermißt, also 2/3. Wir dürfen heute annehmen, unsere Vermißten müssen wir zu den Toten rechnen. So ergibt sich für unsere Gemeinde die erschreckende Zahl von 134 Kriegsopfern, das sind 33 % aller Soldaten. Diese Zahl bedeutet, jeder 3. Soldat kehrte nicht mehr nach Hause. Rußland allein forderte 81 Tote (die Vermißten mitgerechnet), also mehr als die Hälfte.

Nehmen wir dazu die Toten unserer Heimatvertriebenen, so erhöht sich die Zahl der Gefallenen auf 109, die Zahl der Vermißten auf 60. Die Gesamtzahl der Kriegsopfer beläuft sich dann auf 169.

Wahrhaft, eine traurige Bilanz des Krieges.

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IN STILLER EHRFURCHT GEDENKEN WIR UNSERER GEFALLENEN KAMERADEN UND ALLER OPFER DER KRIEGE.
IHR ANDENKEN IST UNS MAHNUNG
UND VERPFLICHTUNG ZUGLEICH.

“Alte Kameraden”